Aus Anlass des 700 jährigen Bestehens der Gemeinde Frankenfelde übernahm ich die Leitung des Festkomitees und wirkte bei der 700 Jahrfeier aktiv mit.

So verfasste ich unter Mitwirkung geschichtlich interessierter Bürger 1984/85 die Chronik der Gemeinde Frankenfelde. Gleichzeitig entstand ein Vortrag zum Heimatabend mit dem Thema „Das Dorf Frankenfelde - gestern und heute“.

Beides zusammen ergibt einen Abriss der 700 jährigen Geschichte und der Entstehung von Dörfern. Um diesen Vortrag mit Bildmaterial zu beleben, fotografierte ich unser Dorf im Sommer und Herbst 1984 sowie im Winter und Frühjahr 1985 und stellte eine Dia-Reihe mit 108 Bildern zusammen.

All dies wäre ohne die tatkräftige, unermüdliche Hilfe einiger an der historischen Entwicklung Frankenfeldes interessierter Einwohner nicht möglich gewesen. Sie waren mir beim Zusammentragen von Ereignissen und Fakten behilflich.

Manch Einwohner stellte mir Bücher, alte Dokumente und Aufzeichnungen sowie Bildmaterial zur Verfügung. Rentner erzählten aus ihrer Kinder- und Jugendzeit, vom dörflichen Leben und Treiben um die Jahrhundertwende. So manche Stund verging, und ich war aufmerksamer Zuhörer oder neugieriger Fragensteller, notierte mir nebenbei Jahreszahlen und Einzelheiten. Ich fand stets offene Türen und Ohren.

Dafür sei Ihnen allen an dieser Stelle ein großes Dankeschön gesagt.

 

Eine Chronik ist nichts endgültiges, nichts abgeschlossenes, denn die Entwicklung in Industrie und Technik, Landwirtschaft und Wissenschaft schreiten voran. Neue Erkenntnisse werden gewonnen.

Schon aus diesem Grunde erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil, allen Interessierten sei freigestellt, hier weiter zu forschen, zu lesen, zu schreiben, um das Geschichtsbild noch umfassender und lückenloser darzustellen.

 

Frankenfelde, Sommer 1985

 

Marianne Priemer

 

 

Im Feudalismus beruhten die Produktionsverhältnisse auf dem Privateigentum der Feudalherren an Grund und Boden als dem wichtigsten feudalen Produktionsmittel dieser Epoche und auf der Ausbeutung der Klasse der leibeigenen und hörigen Bauern, die gezwungen waren, für ihre Feudalherren Frondienste zu leisten und Produkte ihrer Wirtschaft und später Geld zu zahlen.

Neben weltlichen Fürsten war die Kirche die entscheidende ökonomische, politische und ideologische Macht und bestimmte das gesamte geistige Leben.

Dieses Zeitalter wurde geprägt von Raub- und Eroberungszügen.

Karl der Große (768 –814) stellte seinen unheilvollen „Drang nach Osten“ unter die Losung „Heilsbringer christlicher Wahrheit“.

 

 

 

 

 

Um 600

789

 

 

Das 8. bis 15. Jahrhundert- Das Zeitalter des Feudalismus begann 

 

Vor rund 10.000 Jahren entstand die heutige Landschaft unseres Gebietes – viel Wald, Wiese, Sumpf, Sand, Lehm.

besiedelten slawische Völkerstämme dieses Gebiet.

soll ein Heer der Franken unter Karl des Großen, die westlich

der Elbe lebten, in unser Gebiet eingezogen sein und vorübergehend die Wilzen und Wenden unterworfen haben. Nach einer alten handschriftlichen Jüterboger Chronik von Heffter sollen der Überlieferung nach in dieser Zeit die Orte Frankenförde und Frankenfelde entstanden sein. In einer Legende heißt es: „Als Carolus Magnus die Wilzer – Wenden besiegt hatte, kamen seine Franken an einen Sumpf. Es hieben daher die Soldaten eine Menge Bäume ab, machten damit einen Damm und gingen nun darüber. Diesen Ort nannte man Frankenförde. Weiterhin wurde das Lager aufgeschlagen und dieser Ort der Franken Feld genannt.

948

war es den deutschen Feudalherren durch den Verrat slawischer Fürsten und nach langen Kämpfen gelungen, die slawische Bevölkerung für rund 50 Jahre zu unterwerfen, ihre Herrschaft durch Burgen zu sichern und das Bistum Brandenburg zu gründen, um die Grundlagen für die Eingliederung der slawischen Gebiete in das Reich zu schaffen.

Die Slawen aber beseitigten die deutsche Herrschaft im großen Slawenaufstand und behaupteten ihre Unabhängigkeit bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts gegen deutsche und polnische Eroberungsversuche.

983

im großen Slawenaufstand wurde das Land durch die Wenden wieder zurückerobert. Dennoch gaben die deutschen Feudalherren ihre Eroberungspläne nicht auf

1147

werden erneut Eroberungszüge der deutschen Feudalherren gegen die Slawen geführt.

„Dabei nutzten die Feudalfürsten die Streitigkeiten der slawischen Fürsten untereinander aus, stritten sich aber ebenso gut selbst um ihre Beute und bekriegten sich gegenseitig. Die katholische Kirche unterstützte diese Eroberungen, in dem sie zu einem Kreuzzug gegen die Wenden aufrief.“ Die Slawen kämpften 10 Jahre um ihr Gebiet - aber vergebens.

1157

fiel das Gebiet um Jüterbog dem Erzbistum Magdeburg zu.

Um diese eroberten Gebiete nicht wieder zu verlieren, wurden Siedler vom westlichen Teil der Elbe in unser Gebiet geschickt. Es kamen Flamen und Bewohner des niederrheinischen Gebietes in unsere Gegend. Mit ihnen kamen auch Zisterziensermönche. Sie betrieben Acker- und Gartenbau und wurden mit der ideologischen Durchdringung des geraubten Landes beauftragt.

Auch Dorfnamen, die auf rode, reut, schwand, wald, lohe, feld, stein, kirch und zell enden, weisen noch heute auf deutschen Ursprung hin.

 

„Der Lokator selbst übernahm in dem Ort meist das Schulzenamt. Als solcher war er Lehnsschulze, erhielt sogar vom feudalen Grundherrn 1 Hufe Land mehr als zusätzlichen Lehen.

Er war Erbschulze, weil das Lehen und Amt meist erblich waren. Er war Gerichtsschulze und übte im Namen des Grundherrn die niedere Gerichtsbarkeit aus.

Er war verpflichtet ein Lehnpferd zu halten und bei Aufruf des Heerbannes beritten zum Kriegsdienst zu erscheinen.

Die Siedler waren zur Zahlung eines festen Zins verpflichtet.

1 Hufen = 30 Morgen = 7,5 ha

1 slawische Hufe – auch Kathe = ½ magdeburgische Hufe, also 15 Morgen

Über die Entstehung der Ortsnamen schrieb O. Bartusch folgendes: „Frankenfelde und Frankenförde entweder weil die ersten Ansiedler vom fränkischen Stamm waren, oder weil die ersten Unternehmer der Dorfanlage den Namen Franke führten., doch ist das letztere unwahrscheinlich, weil man sich damals mit dem Vornamen nannte“.

1285

wurde Luckenwalde mit 11 Dörfern, auch Frankenfelde gehörte dazu, an das Kloster Zinna verkauft.

Diese Urkunde hat folgenden Wortlaut:

„Im Jahre des Herrn 1285 zur Zeit des Bischofs Erich von Magdeburg haben wir das Städtchen und die Burg Luckenwalde von den edlen Herren Oltzo und Wedego von Richow gekauft mit den dazugehörigen Dörfern, nämlich Frankenfelde, Gottsdorf, Frankenförde, Mehlsdorf, Felgentreu, Zülichendorf, Ruhlsdorf, Liebätz, Woltersdorf, Jänickendorf, Kolzenburg mit all ihren Gehölzen, Gemarkungen, Gerechtigkeiten für 2500 brandenburgische Mark Silber und gewiss viel mehr. Dies alles geschah mit Zustimmung und Willen des Bischofs und des Kapitels, wo wir uns bei den notwendigen Einzelverkauf anderer Besitzungen und Güter darüber verglichen hatten, dem Bischof und den anderen für die Übertragung des Eigentums 200 Mark Silber zu geben.“

Frankenfelde- Dorf und dazugehöriges Ackerland umfassten zu dieser Zeit „62 Hufen“ = 465 ha.

Man sprach auch von 34 Wirtschaften. Es schrieb sich „Franckenfelde“. Frankenfelde und Frankenförde waren in Hufen gerechnet die größten Dörfer von diesen 11 an das Amt verkauften Dörfer, wohl auch größer als Luckenwalde mit „37 Hufen“.

Dem Kloster musste nun Zins in Form von Geld gezahlt werden. Auch Hand- und Spanndienste mussten geleistet werden. Der Kirchenzehnt war eine weitere Abgabe, den alle Bauern zahlen mussten.

„In Notzeiten mussten die Untertanen des Klosters, zum Schutz und „zur hauswehre“ auch Kriegsdienste leisten. In Frankenfelde, ..., „den besten Dorfern“, stellten die Bauern eine Reitertruppe...“

1377

steht der Ortsname so „Vrankenvelde“ (A VIII 315 Original) geschrieben.

Es begann die Zeit der Plünderungen durch die Raubritter.

 

1413

„Nachdem zunächst in der Osterwoche des Jahres

Hennickendorf den adligen Raubgesellen zum Opfer gefallen war, wurden am 24. Mai am Tage vor St. Urbani Mehlsdorf, Felgentreu und ebenso die Nachbardörfer... Frankenfelde von Dietrich von Quitzow, Hans von Putlitz und Wichard von Rochow überfallen und ausgeraubt. Vor allem hatten es die Raubgesellen auf Vieh abgesehen.“

Im Nov. 1417

erfolgt eine erneute Plünderung.

Es entstand ein Schaden von 428 Schock und 10 böhmischen Groschen.

„Zu einer Schadensersatzforderung, der so hart betroffenen Bauern, kam es seltsamerweise erst einige Jahre später, am

24.5.1420

 

Am Vormittag des Tages trafen sich die Schulzen der geschädigten Dörfer im Hause des Schulzen von Grüna. Unter Zustimmung des Abtes von Zinna übertrugen sie es ihrem Landesherrn, dem Erzbischof Günther von Magdeburg, ihre Ersatzansprüche bei Markgraf Friedrich I. von Brandenburg, der für die Raubereien seiner Versallen aufzukommen hatte, geltend zu machen.

 

26.5.1420

 

 

Sommer 1420

So kam es am

up den heiligen Pfingsttag zu einer großen „Klageschrift und Schadensrechnung“, einem sehr langen und ausführlichen Schriftstück, dass genau Aufschluss über die wilden Geschehnisse dieser Zeit gibt. Die Schrift veranlasste die Einsetzung eines Schiedsgerichtes, das im

einige Entscheidungen fällte, aus ihnen ist aber nicht ersichtlich, ob die Bauern entschädigt wurden. Es hat den Anschein, sie gingen völlig leer aus.“

Um 1450

betrieben die Bauern Schaf- und Bienenzucht, Hopfenanbau sowie den Anbau von Flachs, Raps, Buchweizen und Hirse.

Das Vieh wurde je nach Art geweidet oder gehütet. Morgens ging der Hirte durch das Dorf, blies ein vereinbartes Signal und die Tore der Gehöfte öffneten sich und heraus kam das zu weidende Vieh.

1480

schreibt sich unser Ortsname „FRANCKENFELDE“ (Staatsarchiv Potsdam Pr. Br. 7 Amt Zinna Nr. 1/5, Blatt 36, Abschrift von 1565/ 1566)

Im Dorf gibt es den „Schulzen mit 4 Lehnhufen, 18 Dreihüfner, der Krüger ist Zweihüfner, 18 Kossäten, den Küsterhof, den Pfarrhof und den Pfarrer mit 2 Hufen, so dass von 62 Hufen“ geschrieben wurde.

In dieser Periode entwickelte sich der freie Handel, das Gewerbe  und das Handwerk.

 

 

Das 16. bis 18. Jahrhundert

 

Dieses Zeitalter wurde geprägt durch die Auswirkungen der Reformation, den Großen Deutschen Bauernkrieg (1524/25), den 30jährigen Krieg (1618 bis 1648) und den Absolutismus.

Die Ursache für den 30jährigen Krieg sind die endlosen Konflikte der Fürsten um territoriale Grenzen, sind der Kampf um lokale und partikularistische Ziele, die mit der hochtrabenden Phrase vom Kampf „für die Freiheit der reinen evangelistischen Lehre“ verkleidet und getarnt wurden.

 

1524/25

Der große deutsche Bauernkrieg

berührte unser Gebiet nicht.

1566

kam Kloster Zinna unter die Herrschaft des Administrators von Magdeburg. In diesem Jahr erreichte die Pest auch der „schwarze Tod“ genannt, unsere Gegend. Die Menschen versuchten ihr zu entfliehen und versteckten sich in den Wäldern. Der Tod geht trotzdem um.

Nach 1600

Der 30jährige Krieg brachte Not, Hunger, Elend und Verwüstung.

So heißt es: „in einigen Gebieten, so in...Brandenburg..., hatte die Zahl der Bevölkerung um die Hälfte und sogar noch mehr abgenommen. Große Flächen Ackerland waren verödet und mit Wald überwachsen. Die vollständig verarmten Bauern waren genötigt, sich um Unterstützung an die Gutsbesitzer zu wenden. Unter diesen Verhältnissen entwickelte sich die Leibeigenschaft noch schneller als vor dem Krieg. Ostdeutschland wurde immer mehr ein Land mit leibeigenen Bauern, die von ihren Junkern politisch und wirtschaftlich abhängig waren. Der Grundbesitzende Adel wurde nun alleiniger Herr auf dem Land...

Die Letzten Widerstandskräfte der Bauern aber waren durch den Krieg gebrochen... ein freier Bauer war nun so selten wie ein weißer Rabe.“

1622

brachte eine Missernte. Da den Haupterwerbszweig die Landwirtschaft bildete, ging eine große Hungersnot um. Bevor die Söldnerheere und plündernden Landsknechte durch unser Gebiet zogen, spürte das Volk den Krieg schon durch eine ständig steigende Verteuerung der lebenswichtigen Produkte.

„Der Scheffel Korn galt vier, Gerste drei, Hafer zwei, ein kleines Fuder Heu acht, ein schlechtes Pferd 200 Taler.“

Am 31.5.1631

erhielt die Gemahlin Christian Wilhelms für ihren eigenen Bezirk, zu dem auch Frankenfelde gehörte, einen Schutzbrief vom Schwedenkönig Gustav Adolf.

„Orte die einen Schutzbrief hatten, sollten an sich von weiteren Abgaben an die Truppen verschont bleiben, und es durfte in ihnen auch nicht geplündert werden.“

In der harten Welt der Tatsachen wurden solche Schutzbriefe freilich gar nicht beachtet, wie das Schicksal zeigte, das trotz mannigfacher Dokumente dieser Art erst von den kaiserlichen, dann von den Schweden und danach abwechselnd von beiden fast 2 Jahrzehnte lang ausgesaugt wurden.“

Diese Jahre müssen besonders harte Jahre der Ausplünderung und Brandschatzung für die Amtsdörfer des Amtes Zinna gewesen sein.

1632/1637

Die Teuerung und Hungersnot wurden gegen Ende des 30jährigen Krieges so groß, dass man nicht nur aus; „Kleie, Kaff und Eicheln Brot buk, nicht nur die Treber reißend weg holte, nicht nur gekochte Kräuter, Gras, Wurzeln usw. mit Heringlake  anmachte, sondern sogar an Pferden, Katzen, Mäusen usw. die schon 14 Tage tot dagelegen, den Hunger zu stillen suchte.“

1642

Verfasste der Zinnaer Amtsschreiber Herzberg im amtlichen Auftrage das so genannte „Hauptbuch“. Die Arbeitskraft der Bauern wurde durch diese so genannten „Hofedienste“ stark in Anspruch genommen.

Das Dorf hatte „34 besessene Mann“

Das waren „1 Lehnmann, 18 Ganzhüfner, 1 Halbhüfner, 14 Kossäten.“

Der Lehnmann war Vierhüfner. Weiter wird von 19 Drei- Erb- Hüfner und 14 Gärtner geschrieben. Das Land der 14 Gärtner war in der Gemarkung verteilt.

1648

am Ende des Krieges, des Brandes, der Plünderung heißt es: „Frankenfelde ist mehrenteils wüste und abgebrannt, wohnen 4 Hüfner und 8 Kossätenweiber darinnen, haben nichts als das Leben und arbeiten um Tagelohn.“

Der Westfälische Friede beendete den 30jährigen Krieg. Durch diesen Friedensschluss wurde die Zerstückelung Deutschlands in viele Kleinstaaten noch größer. Dem früheren Administrator Christian Wilhelm wurden die Ämter Zinna und Lohburg auf Lebenszeit überlassen. „Er residierte als, allergnädigster Landesfürst im Kloster Zinna, und zwar in der neueren Abtei, die seit dem „Fürstenhaus“ genannt wird.“ Nach seinem Tode fiel laut Prager Separatfrieden sein Land an Magdeburg zurück. Nun waren die Fürsten und Magistrate redlich bemüht, die Schulen wieder herzustellen und auf ihre Verbesserung acht zugeben. Der Katechismus sollte zunächst den Kindern eingeprägt werden. (Kinderlehre). „Doch weder diese kirchlichen Unterweisungen an den Sonntagen durch die Geistlichen erwiesen sich als ausreichend, noch auch die häuslichen, wie sie Luther im Sinne hatte. Da  er ja seinen kleinen Katechismus ausdrücklich für Hausväter abgefasst hat, dass sie ihn an jedem Morgen und Abend bei der Hausandacht, einfältig ihrem Hausgesinde fürhalten sollten’. Deshalb übertrug man dem Stellvertreter des Pastors (Custos) die Küsterschule, der die Kinder zur gesegneten Teilnahme am Konfirmandenunterricht vorzubilden hatte. Die älteste Schule in dieser Gegend ist wohl in Frankenförde gewesen. Sie begann so viel man weiß, mit dem Küster Felgendrebe, dessen Söhne 1680 in den umliegenden Dörfern Lehrer wurden.“

1674

Da auch der Administrator Magdeburgs, August von Sachsen, kinderlos starb, kam vertragsgemäß „Amt Zinna, als ein Teil des Erzstiftes, mit seinen 27 Dörfern ... zu Brandenburg.“

Am 6.6.1680

schickte der große Kurfürst einen Oberst mit 400 Reitern nach Kloster Zinna und ergriff vom Amt, Besitz. Handel und Gewerbe nahmen einen erneuten Aufschwung.

1684

zählte Frankenfelde wieder „34 Güter“, 1 Lehnschulze, 18 Ganzhüfner, wovon 12 dienen und 13 Kossäten.

 

anno 1709

Es soll

ein sehr kalter Winter gewesen sein, so dass viele Menschen teils an Händen, Füßen, Nasen verfroren, teils gar daran starben, auch viel Vieh und Wild sind umgekommen.

Anno 1719

ist eine große Dürre gewesen, da es lange nicht geregnet, darauf eine große Teuerung erfolgte, dass 1 Scheffel Roggen 1 Reichstaler und 18 Groschen, die Gerste 1 Reichstaler und 8 Groschen gegolten.

Im nächsten Sommer war wiederum eine solche Dürre damals stieg der Preis des Kornes gar auf 2 Reichstaler und mehrere Groschen, der Preis der Gerste auf 2 Reichstaler, 1 Fuder Heu wurde mit 4 bis 6 Reichstalern verkauft.

1727

gab es in Frankenfelde den „Lehnschulzen, 18 Hüfner, 1 Halbhüfner, 14 Kossäten“ und erstmalig wird der Schmied erwähnt, der damals Huf- und Beschlagschmied war.

1730

wurde in Frankenfelde eine Windmühle erbaut. Vermutlich ist es die, die bis ins 20. Jahrhundert auf dem Mehlberg gestanden und zuletzt dem Mühlenbesitzer Krebs gehörte. Nachdem sie hier in Frankenfelde abgebrochen wurde, baute man sie in Hennickendorf wieder auf, wo sie noch heute als Ruine steht.

1745

 

25.8.1745

Durch die Kriege um Schlesien wurden dem Volk neue zusätzliche Lasten z.B. die Bewachung der Dörfer auferlegt. Die Schulzen sämtlicher Amtsdörfer wurden am

auf das Amt beordert. “Es wurde ihnen bedeutet:

1.) Dass jeder Ort nach der Größe des Dorfes 2,3 bis 4 Mann zur Nacht zu bestellen habe, welche im Dorfe fleißig herumpatrouillieren, auch, wo nötig, um das Dorf, damit kein verdächtig Gesinde sich einschleichen und Umfug verüben könne.

2.) Bey Tage sind gleichfalls zwei Mann zur Wache beym Eingang des Dorfes zu bestellen.

3.) Die Krüger müssen keine verdächtigen Leute beherberge und müssen die bei ihnen einkehrenden Fremden dem Schulzen melden und sie um ihr Gewerk befragen.

4.) Vor jedem Dorf muss eine hohe Wachstange errichtet   werden, oben mit Stroh und Teer usw. besteckt, um damit ein Signal zu geben. Am Tage soll dort ein Mann, des Nachts zwei Mann Wache halten.

5.) Die Eingänge des Dorfes sind mit Schlagbäumen zu versehen...

6.) In jedem Dorf müssen, sonderlich des Nachts, 2 Pferde bereitgehalten werden, damit sowohl den Nachbarn, als insbesondere dem Amt bei sich ereignender Gefahr schleunige Nachricht gegeben werden könne, in welchem Falle auch zugleich die Sturmglocke zu ziehen ist und ein Dorf dem anderen mit ihren Hauswehren zu Hilfe eilen muss, womit auch jedes Mal die Wache sich zu versehen hat.

7.) Kein Wächter unter 18 Jahren soll angenommen werden.

8.) Das Feuergerät muss in guter Ordnung gehalten werden.

9.) Der Schulze visitiert die Wache und ist deshalb wachefrei.

10.)Ins Amt werden auf jede Nacht 5 Mann Wache von der Dorfschaft beordert... “

Ferner sollten sich die Bauern, Flintenkugeln und Pulver anschaffen, auch ihre Heugabeln und Sensen länger zusammen machen mit langem Stiel.

1751

heißt der hiesige Schulmeister Johann Erasmus Döbbelin.

 

1756

Auch in die Kriegsgeschehnisse des 7jährigen Krieges wurde unser Gebiet

 verwickelt. Österreichische Husaren plünderten als erstes unsere Dörfer. Es heißt: „...ist niemand vor ihren Einbrüchen und Exekutionen und anderen Gewalttätigkeiten sicher. Handel und Wandel lieget bey diesen Umständen darnieder; die Unterthanen können vor Furcht keinen Markt besuchen, keinen Pfennig zur Bestreitung ihrer gewöhnlichen Abgaben lösen.“

Diese Nachricht ist einem Brief des Kammerrates Schmidt, Pächter der preußischen Staatsdomäne Kaltenhausen bei Kloster Zinna entnommen.

Luckenwalde und die umliegenden Dörfer mussten viel Geld für die Kriegsführung aufbringen. Die Einwohner erlitten großen Schaden teils an Vieh, teils durch Brand. Fenster, Türen, selbst die Öfen wurden zerschlagen. Für die Beseitigung der Schäden mussten die Bewohner selbst aufkommen.

Im Feb. 1763

war der schwerste und verlustreichste aller Schlesischen Kriege, der Siebenjährige Krieg, zu Ende.

Friedrich der II. hatte gesiegt, seine Hausmacht gefestigt.

Aber um welchen Preis; die Felder verwüstet..., verbrannt, die Finanzen zerrüttet.

„Das Volk blutete und schimpfte.“

„Friedrich sorgte nicht nur für sich, sondern kümmerte sich auch um die preußische Landwirtschaft. Er forcierte den Anbau von Kartoffeln, Tabak und Hopfen und minderte den Frondienst auf 3 bis 4 Tage in der Woche, nicht aus humanitären, sondern aus ökonomischen Gründen. Die Kossäten hätten sonst nicht ihr eigenes Feld bebauen und Steuern zahlen können.“

1767

baute ein Bauer in Luckenwalde die Kartoffel an, um die Ernährungslage zu sichern. Der Anbau erfolgte dann in den folgenden Jahren schon weit verbreitet.

Der Schuldienst war aufs engste mit dem Handwerk oder der Landwirtschaft verknüpft, da sonst ein Lehrer mit Familie nicht existieren konnte.

Regelmäßiger Unterricht fand nur in den Wintermonaten statt. Ihn auch im Sommer aufrecht zu erhalten, haben auch die Verordnungen Friedrich des Großen nicht erreicht. Die Kinder blieben im Sommer einfach fort.

1772

"Die vielen Hofedienste" der Bauernschaft in den Amtsdörfern, die begreiflicherweise von ihr als eine schwere Last empfunden wurden, sind wohl stets ziemlich unwillig verrichtet worden. Doch beugten sich die durch den 30jährigen Krieg zermürbten Bauern, die froh waren, endlich wieder unter friedlichen Verhältnissen ihren Acker bestellen zu können, zunächst dem lästigen Zwange.

Aber mit der Zeit regte sich ihr Freiheitsgefühl, und so versuchten sie – etwa von 1700 an -  ihre Arbeitsverpflichtungen zu verringern und sie wenigstens teilweise durch alljährliche Geldzahlungen zu ersetzen.

Dafür waren aber das Amt Zinna und auch die preußische Regierung nicht zu haben. Sie gewährten den Bauern damals keine Erleichterung, sondern bestanden auf der genauen Erfüllung ihrer Arbeitsverpflichtungen. „Es scheint sogar im Laufe der Zeit eine Verschärfung der Bestimmungen, namentlich bezüglich der Pflichtfuhren eingetreten zu sein; bezüglich der Jagddienste steht das fest.“

1780 - 1792

fanden im Zinnaer Forst, der bis an die Feldmark des Dorfes Frankenfelde reichte, neben kleineren alle Jahre ein große viertägige Hofjagd statt. Die Bauern waren „zum Treiben des Wildes und Fortschaffen des Erlegten“ verpflichtet, wofür sie Essen erhielten. Allerdings war später von der Beköstigung der Bauern gar nicht mehr die Rede. Jeder Bauer musste sich vielmehr für die 3 bis 4 Tage, während er Treiberdienste tun musste, selbst verpflegen. (So ist es einer Beschwerdeschrift der Dörfer Felgentreu und Mehlsdorf vom Jahre 1785 zu entnehmen.)

 

 

 

Das 19. und die 1. Hälfte des 20 Jahrhunderts

 

1789-95

Die französische bürgerliche Revolution leitete die Etappe des Übergangs vom Feudalismus zum Kapitalismus in Europa ein. Das Feudalsystem zerfiel und der Kapitalismus begann die Welt zu umspannen. Auf Deutschland wirkte sich besonders die Politik der französischen Großbourgeoisie, deren Vertreter Napoleon war, aus.

Napoleon kämpfte verbissen um die Vormachtstellung Frankreichs in Europa und führte Kriege. Seine Heere besiegten die preußische Armee bei Jena und Auerstädt, marschierten in Preußen ein und beherrschten Europa.

Die nationalen Erhebungen gegen die französischen Unterdrückungen nahmen zu und fanden ihren Höhepunkt nach dem Überfall auf Russland 1812 und dem Untergang der Napoleonischen Großen Armee.

Auch der Befreiungskrieg 1813/14 hinterließ in unserem Gebiet Spuren.

1806

als die Heere Napoleons die preußische Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstädt besiegt hatten, marschierten sie in Preußen ein und Marschall Davous errichtete „in und nördlich von Luckenwalde“ sein Hauptquartier.

 

23.10.1806

“500 Offiziere, 2100 Mannschaften und 2010 Pferde bezogen nach dem

in der Stadt Quartier“. Die Bürger hatten für die Verpflegung der Soldaten, Offiziere und deren Pferde aufzukommen. Doch blieb es nicht dabei, denn die Soldaten nahmen auch andere nützliche Dinge mit. In den folgenden Wochen und Monaten wechselten die Einquartierungen. Sei erstreckten sich auf Zeiträume zwischen 2 und 56 Tagen. Die Lasten einer solchen Einquartierung waren recht hoch.

„Ein einfacher Soldat hatte täglich folgende Ration zu beanspruchen: 1,5 Pfund Militärbrot, 4 Unzen Weißbrot zur Suppe, 1 Pfund Fleisch, grüne oder trockene Gemüse, 1 Bouteille Bier.

Der Unteroffizier erhielt: 1,5 Pfund Fleisch.

Dreimal in der Woche wurde Branntwein ausgegeben. Die Offiziere erhielten ja nach Dienstrang Tafelgelder.

Waren die Soldaten beritten so kam noch das Futter für die Pferde dazu, täglich 18 Pfund Heu, 8 Netzen Hafer für Artilleriepferde, für Reitpferde 15 Pfund Heu und 2,5 Netzen Hafer“.

Nebenher musste auch ständig das im Schützenhaus eingerichtete Lazarett mit Nahrungsmitteln versorgt werden. „Es lagen dort ständig bis zu 36 Kranke. Für ein halbes Jahr musste Frankenfelde die Verpflegung der Kranken übernehmen“.

Nicht nur an Naturalien sondern auch an Geld musste die Bevölkerung ihr Letztes geben. Immer neue Steuern in hohen Summen mussten aufgebracht werden.

In dieser Zeit soll, den Erzählungen älterer Bürger Frankenfeldes Glauben schenkend, in Luckenwalde die Kriegskasse mit 1000 Talern Gold und Silber gestohlen worden sein. Man hätte den Täter verfolgt bis nach Frankenfelde, ihn aber dort aus den Augen verloren. Er soll in die Gehöfte, damals laut Grundbuch Nr. 9 und 10 heute Nr. 34 und 35, geflüchtet sein. Die Kriegskasse blieb verschwunden, alles Suchen war vergeblich.

1807

Führte eine Missernte zur Brotknappheit. Hunger und damit verbundene Krankheiten zogen ein. Die Kriegswirren aber gingen weiter. Nach der offiziellen Kriegserklärung Preußens an Napoleon

 

9. 10.1807

Der Staatsmann Freiherr von Stein hob mit dem Oktoberedikt vom

die bäuerliche Erbuntertänigkeit auf. Diese Reform brachte der preußischen Bauernschaft die von ihr lang ersehnte Befreiung von den Altüberlieferten Lasten und Fesseln. Der Bauer wurde Herr auf der von ihm bewirtschafteten Scholle. Die „Hofedienste“ wurden endgültig aufgehoben. Dennoch leisteten die Dörfer des Amtsbezirkes noch bis 1848 Treiberdienste bei der Hofjagd, an der auch der Freiherr von Stein teilnahm.

1813

wurde auch in Frankenfelde die Landwehr aufgeboten.

„Die Landwehrsoldaten kleideten sich selbst, der Staat lieferte nur die Waffen und die Munition. Es gehörten dazu alle waffenfähigen Männer bis zum 40. Lebensjahr.“

Die Landwehr wurde am 13. April vereidigt.

Frankenfelde zählte neben Gottsdorf, Kemnitz, Zülichendorf, Frankenförde, Mehlsdorf, Berkenbrück und Felgentreu zur 9. Kompanie. Dieser Befreiungskampf forderte große Opfer von der Bevölkerung. Genau wie 1806/07 musste die gesamte Bevölkerung die Schadensersatzleistungen selbst erbringen. „Wie hart der Luckenwaldische Kreis in diesen Jahren mitgenommen wurde, ist aus dem Aufruf für eine Sammlung im Regierungs-Amtsblatt von 1813 ersichtlich, es heißt da:

Die südlichen Kreise des Landes zwischen Elbe und Oder, namentlich der größere Teil des Teltowschen und Luckenwaldschen sind durch den Krieg, welchen sie zum Schauplatz gedient haben, sehr hart betroffen, ihre Bewohner aller Vorräte, des Viehs und ihrer Habseligkeiten verlustig gegangen.

 

1815

1816

Nach

setzte die rasche Entwicklung des Kapitalismus ein.

gehörte Frankenfelde politisch zum Kreis Jüterbog- Luckenwalde. Das Dorf hatte 274 Einwohner.

1837

hatte Frankenfelde 42 Wohnhäuser. Es sind in den Aufzeichnungen „2 Schneidermeister, 1 Tischlermeister, 1 Grobschmiedemeister, 1 Windmühle, 1 Webstuhl auf Leinewand als Nebenbeschäftigung, 1 Schankwirt, 19 männliche und 13 weibliche Dienstboten“ erwähnt.

 

1854

Am 20. Mai des Jahres

„morgens 1 Uhr brannte unser Dorf fast ganz nieder, so dass man in Verzweiflung geriet“.

Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Als Erstes errichteten die Betroffenen die Scheunen für die Lagerung der Ernte. Dann wurden die Ställe gebaut, da der Winter Einzug hielt. In diesem Gebäude befand sich manchmal eine Übergangswohnung – Futterküche, Keller, Kellerboden... Als letztes wurde das Wohnhaus, groß und prächtig gebaut“.

 

nach 1850

Die Separation der bäuerlichen Feldmark, die Preußen

durchführte, bestimmte wesentlich die Entwicklung der Landwirtschaft und das Dorf- und Flurbild der Gemeinde Frankenfelde.

Hier nun Auszüge aus der speziellen Separation der bäuerlichen Feldmark des Dorfes Frankenfelde Kreis Jüterbog Luckenwalde Regierungsbezirk Potsdam.

Dort heißt es:

„Das vom 1. Oktober 1853 bestätigten Rezess abgeschlossenen Separationsverfahren erstreckte sich auf die Grundweide, die Holzreviere, die Bullen- und Hirtengrundstücke, die Straßen, Wege und Gräben und deren Nebennutzung, auf die Dotation der Schule sowie auf die Umlegung der Gutfreigelegten Grundstücke zur Herstellung einer zweckmäßigen Planlage“.

„Das Verfahren bezweckt

a)      die Ausweisung einer den gesetzlichen Erfordernissen entsprechenden Dotation der Schule

b)      die Herstellung einer den wirtschaftlichen Erfordernissen entsprechenden Wegenetzes und der erforderlichen Entwässerungsanlagen, sowie die Festsetzung der Unterhaltungspflicht dieser Anlagen und die Art ihrer Nebennutzung

c)       die Feststellung der Teilnahmerechte an den gemeinschaftlich gebliebenen Plänen und der Nutzungsrechte an denselben

d)       die Ablösung einiger Abgaben an die Gemeinde. Die Ablösung und die Wertteilung das den Grundbesitzern zu Frankenfelde für Ablösung der ihnen in der königlichen Zinnaer Forst zugestandenen Berechtigungen vom Staat gezahlten Abfindungskapitals, welche anfänglich mit dem Separationsverfahren verbunden war, ist später im besonderen Verfahren und durch einen besonderen am 26. Juni 1880 bestätigten Rezess zum Abschluss gebracht worden.“

Frankenfelde hatte zu dieser Zeit die 1. und 2. Lehrerstelle zu besetzen. So war es auch in der Dotation der Schule genau festgelegt, welchen Acker welcher Lehrerstelle übereignet wurde. Jedoch war nur die 1. Lehrerstelle besetzt.

1858

umfassten Dorf und Gemarkung Frankenfeldes 3.352 Morgen. Es teilte sich wie folgt auf:

42 Morgen Gehöfte, 30 Morgen Gartenland, 2.000 Morgen Acker, 200 Morgen Wiese, 400 Morgen Weide und 680 Morgen Wald

Es standen im Dorf 57 Wohn- und 111 Wirtschaftsgebäude.

1871

erfolgte die Einigung Deutschlands von oben (Bismarcks Politik durch „Blut und Eisen“) zu einem selbständigen Nationalstaat. Zu dieser Zeit hatte das Dorf 400 Einwohner.

Am 1.10.1875

wurde das Schulgeld gesetzlich aufgehoben und das Gehalt des Lehrers fixiert. 1888 setzte die Regierung die Mindestbesoldung der Landlehrer auf 900,- Mark jährlich, außer Wohnung und Feuerung, fest.

Zum gemeinschaftlichen Gebrauch der Hüfner und Kossäten zählten der Hirtengarten und die 3 Hirtenhäuser, vom denen eins Armenhaus und die übrigen zwei verkauft wurden. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein, ja bis zur Separation wurde jegliches Vieh wie Ochsen, Kühe, Pferde, Schafe, Schweine gehütet.

Mit Sonnenaufgang wurde ausgetrieben, mit Einbruch der Dunkelheit eingetrieben.

Wie überall, zu dieser Zeit, zog auch in Frankenfelde der Nachtwächter mit Hund und Spieß und Horn nächtlich durch das Dorf. Auf dem Horn blies er aber nur bei Feuergefahr.

Im Winter versah er von 10 Uhr abends bis 4 Uhr morgens, im Sommer von 11 Uhr abends bis 3 Uhr morgens seinen Dienst. Über die Frankenfelder Postagentur, die es ohne Zweifel gab, kann hier noch nichts berichtet werden.

1876

 

Seit bereits mehr als hundert Jahren wurde in unseren Dörfern ziemlich viel Tabak angebaut. Doch als die Tabakflächensteuer eingeführt wurde, hörten viele Bauern damit auf, obwohl unser Boden für den Tabakanbau recht gut geeignet erschien, der Ertrag sich bei einer Trocknungszeit bis Februar, März lohnte.

Um 1880

schrieben die Dorfschullehrer die Chronik ihres Dorfes. Auch für Frankenfelde wird es diese Handschrift in der alten Schule gegeben haben. Sie ist jedoch heute nicht mehr auffindbar.

1881

unterwies der Küster und Schullehrer Leopold die Kinder.

1883

wurde zum 400. Geburtstag unseres Reformators Martin Luther, zu seinen Ehren die so genannte „Lutherlinde“ auf dem Platz vor dem Pfarrhaus gepflanzt. Noch heute ist sie dort zu finden.

1888

 

 

 

1895/96

ließ sich der Jagdpächter Winter in Frankenfelde ein Wohnhaus geschmückt mit Jagdtrophäen an der Chaussee nach Luckenwalde erbauen. Gleichzeitig bauten ein Wildwärter im Dorf und ein weiterer im Wald.

Laut altem Grundbuch Frankenfeldes gab es:

1 Lehnschulzengut, 17 Hüfnergüter, 1 Halbhüfner (Erbbraukrug), 13 Kossätengüter, 6 Büdner, 1 Büdner und Schmied namens Gottschalk, 1 Mühlenbesitzer namens Kräbs, 1 Jagdpächter namens Winter, 1 Wildwärter namens Große, 1 Gastwirt, 1 Lehrer namens Nischan und 1 Pfarrer.

Das Dorf zählte 473 Einwohner. Dazu kamen noch 6 in der Fasanerie, 12 in der Ziegelei und 5 in der Ziegelei II.

Erste einfache Maschinen erleichterten den Bauern die Arbeit, ersetzten ihnen aber keineswegs das Pferd.

Unter anderem hatten die Familien Michaelis und Vietz- Heinrich einen Göpel im Garten hinter der Scheune. Ein Rad mit senkrechter Welle und Zugbaum an dem ein im Kreis gehendes Pferd zog, übertrug die tierische Kraft auf die Dreschmaschine.

Um 1900

strebte der, bei der Eroberung der Kolonien zu spät gekommene Imperialismus eine Neuverteilung der Welt zu seinen Gunsten durch Aggression an, die später zum 1. Weltkrieg führte.

1905

wird dem Gasthaus „Zur Düppeler Mühle“ der Saal als 2. Stockwerk aufgesetzt. Daneben wird die Schule neu erbaut. Es ist ein Backsteinbau mit Ziegeldach und enthält 2 Klassenräume und eine Lehrerwohnung. Die Toiletten sind draußen auf dem Hof.

1911

wurde die Straße Frankenfelde – Luckenwalde befestigt und die Linden wurden entlang der Straße gepflanzt.

1914- 1918

dienten 51 Männer und Söhne Frankenfeldes, von denen 15 gefallen sind, im 1. Weltkrieg. Ihnen setzte man ein Denkmal.

 

Geboren aus der Unzufriedenheit und der Absicht, dem unsäglichen Leid des Krieges ein Ende zu setzen, erhoben sich im November 1918 Matrosen in Kiel und leiteten damit die Novemberrevolution ein.

Die Weimarer Republik wurde ausgerufen.

Der deutschen Arbeiterklasse wurden bestimmte Rechte und Pflichten zugebilligt, z.B. der 8 Stunden Tag, das Wahlrecht, die Trennung von Kirche und Staat.

Am 1.10.1919

hörte die geistliche Schulaufsicht auf. Die Schulen waren nun staatliche Institutionen. Sie wurden dem Staat unterstellt.

1920

erreichte die Elektrifizierung unsere Gemeinde. Aus diesem Grund schlossen sich 57 Einwohner des Dorfes im Februar 1920 zur „Genossenschaft der Landelektrizität“ zusammen. Es wurden, laut Kassenbuch, Geschäftsanteile gekauft, Eintrittsgebühren gezahlt und die Grundinstallation bezahlt.

31.12.1923

Während der Inflation gab es per

folgenden Kassenbestand: „112.613.678.552.305,- Mark“

Mit der Elektrifizierung hielten immer mehr Maschinen Einzug in die Landwirtschaft um die Arbeit der Bauern zu erleichterten (z.B. Elektromotoren). Was vormals mit einem Göpelwerk angetrieben wurde, konnte nun von einem Elektromotor angetrieben werden z.B. Dreschmaschinen.

Der Müller und Mühlenbauer Höhne erbaute auf dem Mühlenberg oder Königsberg in den folgenden Jahren eine Windmühle.

1925

kaufte der Müller Wöhrmann diese Bockmühle.

Am 29.6.1930

brannte sie ihm in Folge eines Blitzschlages ab. Nun baute er sich eine Mühle aus Steinen mit Motorantrieb.

1933

mit dem Machtantritt Hitlers, zog auch der Faschismus auf dem Lande ein. Die Landwirtschaft wurde mit dem Reichserbhofgesetz vom 29.9. fest in das System des staatsmonopolistischen Kapitalismus und so in die Kriegsvorbereitungen einbezogen. Es verfolgte 3 Ziele, die auch vor Frankenfelder Bauernhöfen nicht Halt machten. Es bildete sich die neue Schicht der Erbhofbauern. Zur Wahrnehmung ihrer Funktion, die Schaffung einer stabilen Versorgungsbasis für die Kriegsvorbereitung, erhielten die Erbhofbauern zahlreiche Vorrechte, billige Arbeitskräfte sowie zahlreiche politische Funktionen, auch innerhalb des Dorfes. Nur der älteste Sohn galt nach dem Gesetz als Erbe, der den Hof ungeteilt und unbelastet zu übernehmen hatte.

Die Rüstungsindustrie erhielt billige Arbeitskräfte und die männlichen Nichterben bildeten vor allem das Reservoir für die SS-Elitetruppen. Trotz dieser Einbeziehung in die Aggressionsstrategie der Faschisten hatten auch die Erbhofbauern keinerlei Schutz vor deren Machenschaften.

Das gesellschaftlich kulturelle Leben nahm in dieser Phase einen gewissen Aufschwung. Vereine, Chöre, Genossenschaften wurden ins Leben gerufen.

 

1934

An Stelle der alten Feuerwehr wurde im April

die uniformierte Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen.

Im Frühjahr `36

brachte die Schneeschmelze riesige Wassermengen, die von Luckenwalde bergab nach Frankenfelde strömten. Das Wasser floss durch die Gehöfte, durch die Torhäuser auf die Straße in den Puhl. Im Stall der Familie Bernütz Nr. 75 stand das Wasser und reichte den Kühen bis an das Euter.

Zu dieser Zeit befanden sich im Gasthof „Zur Düppeler Mühle“ Inhaber Ottilie Mensch neben der Gaststube und dem Saal die Postagentur und ein Kolonialwarengeschäft.

Am 30.11.1936

fand eine Berufsberatung für die Schulen Frankenfelde, Frankenförde, Gottsdorf und Zülichendorf statt.

Schul- und Kinderfeste wurden jährlich abgehalten, trugen aber zum Teil stark den entsprechenden nationalsozialistischen Charakter.

1937

vergrößerte die deutsche Wehrmacht das Schießplatzgelände. Sie kaufte den Frankenfelder Bauern das Ackerland und den Forst südlich folgend der Straße von Frankenförde nach Frankenfelde bzw. Luckenwalde ab.

Am 1.9.1939

beginnt der II. Weltkrieg.

Söhne und Männer werden eingezogen und an die Front geschickt. Viele haben ihr Heimatdorf nie wieder gesehen. In Frankenfelde sind es 20 Gefallene.

1939

gab es „71 land- und forstwirtschaftliche Betriebe folgender Größenordnung:

18 mit  20 – 100 ha

19 mit  10 –  20 ha

16 mit    5 –  10 ha

18 mit 0,5 –    5 ha“

1939

Durch die langen, starken Regenfälle im November und Dezember entstand eine Überschwemmung und erschwerte die Erntearbeiten.

1940

Am 22. August des Jahres ist in einem einheimischen Volksblatt ein Beitrag aus der Arbeit des Landesamtes für Vor- und Frühgeschichte über Urnenfunde bei Luckenwalde, folgendes zu lesen:

„Unser Weg führt uns in die Feldmark Frankenfelde unweit von Luckenwalde. Wir schreiten durch hohe Roggenfelder, an duftenden Lupinen vorbei auf ein kleines Wäldchen zu. Bald sind wir angelangt, vor uns, zwischen und vor den Bäumen auf dem Wege stehen in einer langgestreckten ausgeschachteten blendend weißen Sandfläche, fein säuberlich abgeputzt, die brauntonigen Urnen. In mühevoller Arbeit ist es den Forschern gelungen, fast 50 Bestattungen freizulegen, die gruppenweise, man kann schon sagen sippenweise, verteilt beieinanderstehen. Vielen hat der Wald, der sich in neurer Zeit über diesem Gräberfelde wild angesamt hat, übel mitgespielt und sie vollkommen zersprengt. Mitten hindurch gehen die Wurzeln, so daß man viele Gefäße, um sie überhaupt geschlossen aus dem Boden herausnehmen zu können und dann den Präparationsräumen des Landesamtes zuzuführen, mit Gipsbinden umwickeln mußte. Ein Teil der Urnen wurde gleich an Ort und Stelle ausgenommen und untersucht. Die Ausbeute war, soweit man es jetzt schon übersehen kann, überraschend und vertieft in jeder Beziehung das schon gewonnene Bild über die Kulturhöhe der Germanen. In dem Zimmer des Ausgrabungsleiters liegt auf einem großen Tisch ausgebreitet wunderbarer bronzener Frauenschmuck, Gürtelhaken, Schmucknadeln, dazu die Waffen des Kriegers, Lanze, Schwert, Schildteile, eine bronzene viergliedrige Gürtelkette, alle Funde, die sich in ihrer Art und besonders Ausprägung als die Hinterlassenschaft einer westgermanischen Stammesgemeinschaft des 5. bis 1. Jahrhunderts vor der Zeitwende bestimmen lassen.“

„Wir stehen auf einem germanischen Friedhof, hier liegt ein ehemals den Vorfahren geweihter Boden, sichtbar birgt er noch heute die geistige Haltung und die Gesittung dieses Volkes! Was steht allein schon hinter der Sorgfalt, mit der man aus den Scheiterhaufenresten nach der feierlichen Verbrennungszeremonie, die zu jener Zeit bei den germanischen Stämmen geübt wurde, den Leichenbrand säuberlich heraussuchte und in die Urne schichtete. Fast jede Urne bekam eine große Deckelschale aufgelegt, wohl aus der gleichen Scheu heraus, die sich in späteren Zeiten, als man die Körper bestattete, in dem über den Leichnam gelegten Totenbrett zeigte, um dem geliebten Verstorbenen nicht Steine und Erde direkt auf den Körper zu werfen.“

„In einer Urne lagen noch die Milchzähne eines Mädchens, die dem Feuer getrotzt haben; den Eltern im Kindesalter entrissen, legten trauernde Hände die beiden zu Lebzeiten getragenen schönen bronzenen Schmucknadeln auf ihre Asche.“

„Die ganze Anlage des Friedhofes verrät bis in die Einzelheiten soziale Ordnung und wohlgegliederte Dorfgemeinschaft. Hieran könnte man noch Betrachtungen über den Handel und das damalige Gewerbe schließen, denn das Fundgut weist einerseits Beziehungen nach Mitteldeutschland auf, wie auch ostgermanisches Erzeugnis den Weg über die Oder in die hiesige Gegend fand.“

Dr. H. A. Knorr

1942

 

Um Krankheiten vorzubeugen, erfolgte die 1. Diphtherie-Schutzimpfung der Schulkinder hier in Frankenfelde am 8. Mai.

Die 2. Diphtherie-Schutzimpfung sämtlicher Schulkinder wurde kurz danach wieder hier in Frankenfelde durch das staatliche Gesundheitsamt Jüterbog durchgeführt.

Trotzdem gab es 1945 einige Fälle von Diphtherie auch mit tödlichem Ausgang.

Im Sept. 1945

verkündete Wilhelm Pieck die „demokratische Bodenreform“, die unter Führung der KPD, von der Arbeiterklasse gemeinsam mit der werktätigen Landbevölkerung organisiert und durchgeführt wurde. Umsiedlerfamilien aus allen Teilen Europas zogen täglich durch unser Dorf. Manche machten Halt. Viele zogen weiter. Die Bauernhäuser waren zum Teil bis unters Dach belegt, selbst auf den Stallböden oder Kellerböden wurde gehaust. Die Einwohnerzahl war demzufolge 1946 auf 559 angestiegen.

1946

wurde das 1. Fastnachtsfest in der Gaststätte, deren Pächter die Familie Hanecke war, organisiert. Auch die Postagentur wurde in der Gaststätte von Familie Hanecke weitergeführt. Ebenfalls gab es in diesem Jahr die Gründung der Ortsgruppe des VdgB in Frankenfelde.

Ende des Jahres wurde Bernhard Hirsch zu deren Vorsitzenden gewählt.

„Nur wenige Lehrer der Nazizeit hatten eine solche Lebenshaltung gezeigt, dass sie wieder Kinder unterrichten und erziehen konnten und durften“.

Zu ihnen zählte Lehrer Süring, der nun für Lehrer Ehrentreich den Schuldienst in Frankenfelde antrat. Er unterrichtete die Schüler der oberen Klassen und war außerdem Standesbeamter.

Die Neulehrerin, Fräulein Müller, unterrichtete die Schüler der Klassen 1 - 4 und wohnte bei der Familie Fallik Hausnummer 22.

Die Neulehrer waren nicht nur um die Organisation und Leitung des Schulbetriebes bemüht, sie kümmerten sich auch um die materiellen Bedingungen der Schule und des Unterrichts und sorgten sich um die Lebensbedingungen der ihnen anvertrauten Kinder.

 

1947

Zur Durchführung der Bodenreform wurde

in Frankenfelde eine Bodenreformkommission ins Leben gerufen. Zu ihr gehörten:

Ewald Barnack als Vorsitzender, Emil Prinz, Max Hahn und Herrmann Plessel.

In der Amtszeit des Bürgermeisters Friedrich Ziehe wurden „412,6 ha (163,5 ha Acker, 46,1 ha Wiese und Weide, 146,6 ha Wald, 47,4ha Hofräume, 9,0 ha Gewässer) enteignet und wie folgt aufgeteilt:

14,7 ha auf 15 landlose Bauern, 13,7 ha auf 4 Umsiedler, 15,0 ha an die Gemeinde und 80,2 ha militärisch besetzt“.

Es galt den Klein- und Mittelbauern zu helfen.

Auch das gesellschaftliche Leben kam wieder in Gang. Um die Sorgen des harten Alltags zu vergessen, stürzte man sich hinein ins Vergnügen. Dörfliche Feste, wie sie früher einmal Brauch waren, wurden wieder gefeiert. Im Aug. 1947 wurde auf dem Dorfplatz Kinderfest gefeiert. Ein Festumzug und Märchenspiele eröffneten diesen fröhlichen Nachmittag. Auch das Stollenreiten zu Pfingsten wurde von der Dorfjugend wieder vorbereitet und durchgeführt. Ein Kolonialwarengeschäft befand sich im Norden des Dorfes am Ortsausgang nach Ruhlsdorf. Der Inhaber hieß Hagen und verkaufte Lebensmittel auf Marken.

Auch der Nachtwächter versah wieder seinen gewohnten Dienst. Der letzte in Frankenfelde bekannte Nachtwächter war, bis in die fünfziger Jahre hinein, Erich Bernütz, (von allen „Tippel“ genannt).

Bis 1951

versah Friedrich Ziehe das Amt des Bürgermeister danach übernahm es Otto Staack. Friedrich Ziehe wurde für 2 Jahre (bis 1953) Standesbeamter. Er vollzog die Trauungen in seinem Wohnhaus Nr. 5.

Bis 1952

entstand ein dichtes Netz von MAS (Maschinenausleihstationen) und mit der Gründung der 1. LPG in Felgentreu erfolgte die Umwandlung in MTS (Maschinen-Traktoren-Station).

„Mit der Gründung der 1. LPG durch die werktätigen Bauern und Landarbeiter entwickelte sich die Klasse der Genossenschaftsbauern, deren ökonomische Basis das genossenschaftlich sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln ist. Die 2. Parteikonferenz der SED fasste den Beschluss, in der DDR planmäßig die Grundlagen des Sozialismus zu errichten“.

Im Sept. 1952

wurde die Schule in Frankenfelde geschlossen. Die Schüler fuhren oder gingen in die Ernst-Moritz-Arndt-Schule nach Luckenwalde zum Unterricht.

1953

wurde von Mai bis November ein Erntekindergarten im Wohnhaus des Gehöftes Nr. 74 eingerichtet.

Die Benachteiligung der Einzelbauern nahm zu. Den Bauern wurde klargemacht, dass sie diese Gründungen durch teilweise Abgabe ihrer Maschinen und auch ihres Viehbestandes zu unterstützen haben. Auch der Acker wurde genutzt. Niemals wurde jedoch über eine Vergütung gesprochen und geschrieben. Sie erhielten erhöhte Auflagen zur Abgabe landwirtschaftlicher Produkte. Auch die MAS hatten vorrangig die Aufgabe, den Bedarf der LPG abzudecken. Die Einzelbauern hatten kaum eine Chance sich Maschinen und Technik für ihre Zwecke zu mieten. Der ständige Druck der SED-Führung wuchs.

Aus diesen Gründen verließen viele ihren Grund und Boden und übersiedelten in die Bundesrepublik.

1955

entwickelte sich aus diesen verlassenen Bauernhöfen eine LPG Typ III mit 11 Mitgliedern und 117 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Dem LPG Typ III wurden nach und nach die Maschinenparks übergeben. Nach dieser Übergabe wurde die MTS zur Reparatur- und technischen Station umgebildet.

1956

verkaufte der Fuhrunternehmer Artur Heinrich seine ehemaligen Garagen und einen Teil seines Grundstückes an die MTS. Der Platz wurde erweitert und ein Sozialgebäude errichtet.

Im Herbst 1959

begann man im Süden des Dorfes am Ortsausgang nach Frankenförde mit dem Bau des Rinderoffenstalles für die gemeinsame Tierhaltung.

Am 1.4.1960

schlossen sich die Bauern Frankenfeldes zur LPG Typ III zusammen. Sie trugen den verpflichtenden Namen „Deutsch- Sowjetische- Freundschaft“.

Dieser Name war zugleich Ausdruck ihrer politischen Aktivität und gipfelte in der „engen Verbindung mit den Genossen aus Stalag 1“.

Der Park wurde dem staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb zu Nutzung überlassen.

Der Rinderoffenstall konnte die ersten Tiere aufnehmen, jedoch gab es weiterhin auf den Gehöften im Dorf noch viele Ställe mit Rindern die schon von der LPG betrieben wurden.

1961

war die Mitgliederzahl auf 150 angestiegen und eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 660 ha wurde von ihnen bearbeitet. Man sprach nun vom „vollgenossenschaftlichen Dorf“.

 

1962

Für die gemeinsame Tierhaltung wurde

auf dem Berg im Norden des Dorfes am Ortsausgang nach Ruhlsdorf ein Schweinestall errichtet (Schweineberg).

Am 1.1.1962

wurde der Erntekindergarten als Dauerkindergarten übergeben, jedoch mit primitiven sanitären Anlagen und bescheidenen Möglichkeiten. Die Bürgermeisterei, die solange in diesem Gebäude Nr. 74 untergebracht war, zog in das ehemalige Schulgebäude um, so das der Kindergarten mehrere Räume nutzen konnte.

1964

hatte Frankenfelde 420 Einwohner, die zum Teil in der Genossenschaft aber auch in den Industriebetrieben der Kreisstadt Luckenwalde arbeiteten.

Die Kreis-Konsumgenossenschaft Luckenwalde übernahm die Nutzung der Gaststätte. Sie wurde später auch von außen renoviert und erhielt den Namen „Frankenfelder Bierstuben“.

Seit dem 1.9.64

wurden die Kinder des Dorfes mit dem Bus nach Zülichendorf zur Schule gefahren. Sie besuchten nun die neu gebaute 10-klassige Polytechnische Oberschule mit hellen Klassenräumen und modernen Schulmöbeln.

Die Unterstufenkinder konnten nachmittags in Frankenfelde den Hort besuchen, der in einem Raum der ehemaligen Schule eingerichtet wurde. Unter Aufsicht der Erzieher wurden die Hausaufgaben erledigt, gespielt, gebastelt und gesungen. Als Erzieher waren insbesondere Frau Anders, Frau Ottich, Frau Köppe und Frau Hohrmann im Laufe der Jahre eingesetzt.

1970

rüttelte der „Mach mit“ – Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden“ auch die Frankenfelder wach. Sie entwickelten ein Wettbewerbsprogramm, dass für den Kreis Luckenwalde Maßstab des Handelns wurde.

z.B. Renovierung von Wohnraum,

Erschließung neuen Wohnraumes durch Um- und Ausbau,

Einbau von Bad und WC,

Befestigung des Gehweges entlang der rechten Straßenseite in Richtung Norden nach Gottsdorf.

Zu dieser Zeit war Leona Jerchel Bürgermeister in Frankenfelde.

1971

war die Einwohnerzahl auf 372 zurückgegangen. Viele Arbeiter- und Bauernkinder studierten, kehrten jedoch dem Dorf den Rücken. Junge Familien bezogen lieber moderne, bequeme Neubauwohnungen in Luckenwalde oder anderen Industriestädten.

Mit der Herausbildung der ZGE- ISZ (Zwischengenossenschaftliche Einrichtung „Industrielle Schweinezucht“, die erste industriemäßige Anlage im Kreis Luckenwalde 1973, wurde die kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) gebildet. Analog zur Pflanzenproduktion entwickelte sich auch die Abteilung Gartenbau in der LPG Felgentreu. Auch die Tierproduktion entwickelte sich weiter. Als Rationalisierungsmaßnahmen boten sich in Frankenfelde die Rinderoffenställe und der Schweineaufzuchtskomplex an.

Arbeiter in der Landwirtschaft wurden gesucht, so dass in den folgenden Jahren mehr Schulabgänger der 10. Klasse einen landwirtschaftlichen Beruf erlernten.

1972

wurde zum letzten Male das Stollenreiten durchgeführt. Danach gab es im Dorf kaum noch Pferde.

1974

erfolgte der Zusammenschluss der LPG Frankenfelde, Frankenförde und Gottsdorf. In Frankenfelde wurden Färsen aufgezogen und Milch produziert, in Frankenförde Milch und Rindermast. Das LPG-Büro, solange im Wohnhaus des Gehöftes Nr. 9 untergebracht, wurde nach Frankenförde verlagert, so dass neuer Wohnraum in Frankenfelde erschlossen werden konnte.

1974

In diesem Jahr wurde der Schulhort in Frankenfelde geschlossen.

1976

konnten im „Mach mit“ – Wettbewerb weitere Bürger unserer Gemeinde ausgezeichnet werden.

Die „Märkische Volksstimme“ berichtete auf ihrer Kreisseite umfangreich über die Aktivitäten von Elli Kaplick und Martha Niedermeyer, sowie über die Eigenleistungen vieler Frankenfelder Bürger.

Am 11.11.1977

wurde die Kälber Jungaufzuchtanlage, damals der modernste Kälberstall im Kreis, in Betrieb genommen.

 

am 1.7.1978

Mit Bildung der LPG Pflanzenproduktion

und der LPG Gartenbau vollzog sich die weitere Spezialisierung in unserem Territorium, die bereits mit der Herausbildung der LPG- ISZ Frankenförde begann.

Am 1.1.1979

wurde die LPG Rinderproduktion Felgentreu/Kemnitz gebildet.

 

1978/79

Zur Jahreswende

gab es überraschend viel Schnee und strengen Frost. Die Silvesterfeier fand in vielen Familien bei Kerzenschein statt, denn der Strom blieb weg. Vielfach traten Schäden an Wasserleitungen und Heizungen in öffentlichen Einrichtungen und in den Stallungen der LPG auf. Die Schule begann nicht wie gewohnt.

In den folgenden Jahren wurde der Technik- Stützpunkt der LPG Pflanzenproduktion Felgentreu in Frankenfelde modernisiert, eingezäunt und es entstand eine Tankstelle für Fahrzeuge der Landwirtschaft.

1981

betrug die Einwohnerzahl 330.

 

Sommer 1982

Im Rahmen des „Mach mit!“ -Wettbewerbes wurde im

der Kindergarten von den Eltern der Kinder, von Mitgliedern der DFD Ortsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr modernisiert. Unfallgefahren auf dem Spielplatz wurden beseitigt. Das Planschbecken auf dem Spielplatz wurde wieder hergerichtet und der Hausgiebel massiv ausgemauert.

1982/83

veränderte sich das Gesicht des Dorfes Zusehens. Zwei neue Eigenheime waren entstanden, an einem wurde noch tüchtig gebaut. Häuser erhielten neue Dächer oder wurden neu verputzt oder neue größere Fenster wurden eingesetzt (sehr zum Ärger der Dorferneuerung 2003). Es wurde um- und ausgebaut und tüchtig mit Pinsel und Farbe gearbeitet.

Durch die Konzentration der Produktion wurde es nötig eine Betriebsfahrgesellschaft für den Gemeindeverband Zülichendorf, zu dem auch Frankenfelde seit einiger Zeit gehört, zu gründen.

Am 22.1.1983

fand die Familie Gerd Peper bei Ausschachtungsarbeiten auf dem Gehöft Nr. 35 ein Bündel mit etwa 1.000 Münzen mit den Jahreszahlen 1783 bis 1786 und der Aufschrift „24 Einen Taler“. 2.900 g wogen diese Münzen auf der Küchenwaage.

Die Geschichte von der gestohlenen Kriegskasse erwachte wieder in den Köpfen der Frankenfelder, geriet aber genau so schnell wieder in Vergessenheit. Luckenwalder Münzsammler vermuteten, dass es sich bei diesem Fund um Steuergroschen handle. Der Fund wird im Heimatmuseum in Luckenwalde aufbewahrt.

1983

wurde auch die „Konsumverkaufstelle“ vergrößert und renoviert. Im ehemaligen Schulgebäude sind das Gemeindebüro mit Bibliothek und Versammlungsraum, die Konsumverkaufstelle, ein Raum für Arztsprechstunden und der Jugendclub untergebracht.

 

 

 

1984

In dieser Wahlperiode, unter Leitung des Bürgermeisters Harald Stange, entwickelte sich der Frankenfelder Jugendclub zu einer Stätte der aktiven Erholung und Freizeitgestaltung. Unter Leitung des Jugendfreundes Holger Schumann wurde der Club

renoviert und der angrenzende Bodenbereich als Fläche für sportliche Betätigungen wie z.B. Tischtennis und Gymnastik hergerichtet.

Um die Kasse etwas aufzubessern, pflanzten die Jugendfreunde auch Tabak an und ernteten ihn.

1984

Zu den Eigenheiten unseres Dorfes gehört immer noch der „Laufzettel“, der die Neuigkeiten, Bekanntmachungen und Einladungen an die Bürger heranträgt.

Auch die Abendglocken, die den Feierabend verkünden sind noch heute Tradition. Die Läuteordnung besagt:

Zur Sommerzeit (01.03. bis 31.10.) 18.00 Uhr montags bis freitags – mittlere Glocke, 30 Züge und sonnabends – alle 3 Glocken.

Zur Winterzeit (01.11. bis 28.02.) wurde um 16.00 Uhr geläutet.

1985

Das Jahr 1985 stand ganz im Zeichen der 700-Jahr-Feierlichkeiten unseres Dorfes. Es wurde zu einem Höhepunkt im Leben vieler Frankenfelder Bürger.

Die Gemeinde Frankenfelde hat:

 - 324 Einwohner darunter 61 Rentner

 - 60 Kinder bis zum 16. Lebensjahr aber keinen Bürgermeister.

Bereits im Januar konstituierte sich das Festkomitee. Sechs Mitglieder, aus allen in der Nationalen Front vereinten gesellschaftlichen Kräften arbeiteten darin mit.

Nun konnten die Vorbereitungen ihren Lauf nehmen. Es wurde recherchiert, fotografiert und organisiert und der Beschluss gefasst, diese Chronik zu schreiben.

Alle Frankenfelder Bürger fühlten sich durch die bevorstehende 700-Jahr-Feier aufgefordert und angesprochen ihre Hausfassaden oder Grünflächen zu verschönern. Sie harkten, hackten, mähten, begradigten Wege und pflanzten Blumen.

Auch der Puhl sollte ausgebaggert und die Uferböschung neu befestigt werden.

10.5.85

Bei freundlich warmen Maiwetter eröffneten wir auf dem Dorfplatz an der Straße nach Frankenförde unsere 700-Jahr-Feier mit einer Festrede und einem Platzkonzert. Zur Erinnerung an diesen Tag und zur Verschönerung des Dorfbildes pflanzten wir auf der Dorfaue hinter der Wartehalle ein Bäumchen. Die Chronik konnte an diesem Abend nicht überreicht werden jedoch der Vortrag zum Heimatabend „Das Dorf Frankenfelde – gestern und heute“. Auch unsere Jüngsten waren auf den Beinen. Für sie gab es einen Fackelzug und ein Lagerfeuer. Fast alle Dorfbewohner mit ihren Gästen nutzten die Gelegenheit zu diesem geselligen Beisammensein.

In der darauf folgenden Woche bauten wir im Saal der Gaststätte eine Fotoausstellung auf. Auch sie fand regen Zuspruch und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, denn nicht nur Dorfbewohner sondern auch ehemalige Frankenfelder kamen und besuchten diese Ausstellung.

Mit ebensolchen Interesse und etwas Neugier strömten die Frankenfelder zum Heimatabend. Der Saal füllte sich bis zum letzten Platz. Nicht nur das warme Sonnenwetter auch die freudige Festtagsstimmung der Frankenfelder und ihrer Gäste hielt an.

 

19.5.85

Am Sonntag den

morgens 9.00 Uhr warteten 100 Menschen und mehr auf den Beginn der Jubiläumswanderung. Nachdem die zwei Kremser für unsere älteren Wanderteilnehmer und Kinder eintrafen, wurde die Wanderung durch 2 Jagdhornbläser angeblasen. Mit einer Wanderkarte gut ausgerüstet, wanderten wir durch den Park zur Obermühle nach Gottsdorf. Dort hielten wir Rast, tränkten die Pferde, stärkten uns mit selbstgemachtem Apfelwein und frischer fettreicher Kuhmilch, sangen ein Liedchen und marschierten weiter zum Jagdhaus. Der Duft eines leckeren Wildschweinbratens vom Grill empfing uns. Wandern macht hungrig! Wir verputzten etliche Kilogramm Wildschwein, etliche Liter Bier und Milch, sangen Lieder und machten fröhliche Gesichter. Der Pfingstsonntag nahte. Alle Vorbereitungen waren getroffen. Das traditionelle Pfingststollenreiten bei Temperaturen um 30 Grad begann mit dem Aufmarsch der Reiter vor dem ehemaligen Lehnschulzengut. 8 Pferde, für viele ein paar zu wenig, nahmen Aufstellung. Auf 5 Pferden ritten Männer und Burschen des Dorfes, die sich in vielen Reitstunden darauf vorbereitet hatten. Mit Marschmusik zogen Reiter und mindestens 200 Gäste auf die Wiese hinter der Kirche. Dort begann sogleich das Hahnenabschlagen. 5 Sieger wurden ermittelt. Abgetanzt wurde auf der Dorfaue vor der Gaststätte, wo die Musik noch bis 17.00 Uhr aufspielte. Leider hatten wir als Organisatoren nicht an den Durst der Gäste gedacht und so war der Festplatz schnell wieder leer gefegt. Am Abend trafen sich alle zum Tanz im Wirtshaus, stillten ihren Durst und feierten gut gelaunt den Sieg der Reiter.

 

1. Juni 85

Auch am Sonnabend, dem

dem Internationalen Kindertag, lachte die Sonne. Bei Spiel und Sport, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Bier und Kutschfahrten fühlten sich alle wohl, waren doch wieder einmal Alt und Jung auf den Beinen.

1987

In diesem Jahr wurde Frankenfelde an das neu entstandene örtliche Trinkwassernetz angeschlossen.

Hierzu entstand im Wildpark ein Pumpenhaus um in das eigene Frankenfelder Netz einzuspeisen.

Daraus ergab sich im Vorfeld die Notwendigkeit auch hier einen Stromanschluss, in Form einer Trafostation, herzustellen. Von nun an konnte auch das Anwesen der Familie Böttcher mit Elektroenergie versorgt werden.

1989

Die politische Wende in der DDR brachte auch bei uns einiges ins Rollen.

Zunächst einmal wurde dieser Höhepunkt nur am Rande bei einer Einwohnerversammlung am 9. November 1989 erwähnt. Die Aussagen vom damaligen Politbüromitglied und „Grenzöffner“ Günter Schabowski hatten wohl die meisten zunächst nicht ernst genommen.

Danach entstand auch Bewegung in Richtung Berlin und Westdeutschland, da viele nun zur Verwandtschaft oder Bekanntschaft reisen konnten. Es entstanden neue Freundschaften Ost/West, die auch teilweise heute noch bestehen.

1990

Die Währungsunion im Sommer des Jahres brachte dann eine gewisse Klarheit darüber, wie es weitergehen wird. Plötzlich war alles vorhanden, wenn auch anfangs die Preise so ungünstig waren, dass diejenigen, die in den Westen fuhren, immer noch dort reichlich Einkäufe tätigten.

In der Folgezeit und in den Folgejahren bekamen wir dann weitere Auswirkungen dieser neuen Welt zu spüren.

Viele Betriebe, auch landwirtschaftliche, wurden geschlossen oder neu strukturiert. Als Folge dessen verloren viele Bürger ihren Arbeitsplatz oder, wer das Alter erreicht hatte, traten in eine Vorruhestandsregelung ein.

1992

erfolgt die Erschließung des Ortes durch die Erdgas Mark Brandenburg GmbH.

Jeder Haushalt bekam nun die Weichen für eine lang ersehnte Gasheizung gestellt.

Anschließend entstanden beidseitig der Dorfstraße neue befestigte Gehwege, die teilweise auch mit moderner Straßenbeleuchtung versehen wurden.

1993

wurde die bis dahin bestehende Eigenständigkeit der Gemeinde aufgegeben, und Frankenfelde zählte  nun als Ortsteil zur Stadt Luckenwalde. Wir hatten jetzt einen Ortsbeirat und damit einen Ortsvorsteher zu wählen. Als Erster übernahm Christian Böttcher dieses Amt.

Die Befestigung der Straße „zum Berg“ wurde in dieser Zeit durchgeführt. Weiterhin begann die Planung für ein neues Objekt der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfelde.

Für die Bauplanung in Frankenfelde wurden die so genannten „Innen- und Außenbereiche“ festgelegt.

Neue Eigenheime entstanden.

2001

In Frankenfelde beginnt die Abwassererschließung, bei der unter anderem einige archäologische Funde gemacht wurden.

Auf 250 Metern gab es viele konkrete Hinweise dafür, dass der Ort schon vor 1800 Jahren besiedelt war.

Es wurden gut erhaltene Herdstellen, an denen früher gekocht wurde, aufgespürt. Für eine Opferstätte spricht der Sachverhalt, dass Feldsteinplatten mit Knochen junger Tiere gefunden wurden. Keramik stücke mit teilweise markanten Formen wurden für weitere Bestimmung gesichert.

Ein Brunnen, wohl eher aus dem Mittelalter, war sehr gut erhalten. Er befand sich auf einer wasserundurchlässigen Schicht und diente der Wasserversorgung einer Häuserreihe.

Ebenso wurden bei Ausgrabungen an der künftigen B101 in Höhe Ende des Zapfholzweges im April des Jahres wertvolle Funde gemacht, die den Schluss zulassen, dass es sich um eine germanische Siedlung aus den ersten Jahrhunderten nach Christus handelt. Schon in den Jahren von 1938 bis 1940 hatte man in der Nähe der Ausgrabungsstelle eine Dorfstelle ausfindig gemacht.

Bei unserem Fund handelt es sich um Abfälle von den alten Germanen. Es sind vor allem Schlackereste, aber auch Scherben von Keramikgefäßen.

Die Schlackereste könnten darauf verweisen, dass hier einmal die Verhüttung von Raseneisenerz stattgefunden hat. Das Eisen wurde zur Herstellung von Ackergeräten, Werkzeugen und Waffen gewonnen.

2002

wird mit dem Bau der Ortsumgehung Luckenwaldes der Bundesstraße 101 östlich von Frankenfelde auf dem Flurstück 9 begonnen.

Ebenso ist die geplante Ortserneuerung in Frankenfelde vorgesehen und genehmigt.

2003

Im November wird ein neuer Ortsbeirat gewählt. Diesem gehören nur noch 3 Mitglieder an, die dann den Ortsbürgermeister wählen.

Die Ortserneuerung wird abgeschlossen. Insgesamt wurden 415000 Euro investiert.

 

Nachwort

Die hier vorliegende Chronik Frankenfeldes ist die erste Bearbeitung der von Frau Marianne Priemer im Jahre 1985 verfassten Ausgabe.

Wie am Eingang dieser Seite erwähnt ist eine Chronik niemals endgültig und bedarf ständiger Aktualisierung.

Zu unserer auf dieser Homepage veröffentlichen Ausgabe der Chronik ist anzufügen, dass - durch die Gestaltung der Homepage bedingt - Elemente aus verschiedenen Bereichen wie Kirche, Feuerwehr, Allgemeines und Historie herausgenommen wurden, weil sie in der historischen Entstehung dieser einzelnen Bereiche besser veranschaulicht werden können.

 

J. Thiemann