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Lagebeschreibung/Allgemeines

Frankenfelde befindet sich als Ortsteil der Stadt Luckenwalde im Landkreis Teltow- Fläming. Nimmt man aus der Einwohnerstruktur der Stadt Luckenwalde nur das Dorf Frankenfelde (Dorfstraße), so kann man von einer  Einwohnerzahl von 332 (Stand März 2007) Personen sprechen.  Während im Jahre 1992 nur 282 Personen im Ort lebten bedeutet dieses einen guten Zuspruch für unseren Ort.

MAZ 2003

Frankenfelde ist direkt an der B 101 gelegen . Östlich der Ortsumgehung liegt das in den letzten Jahren neu entstandene Gewerbegebiet welches sich über den unweit angrenzenden Zapfholzweg in südlicher Richtung mit dem Biotechnologiepark fortsetzt. Auch Wohnungsbau gibt es im Biopark, wobei die Einwohner zumindest statistisch einmal zu Frankenfelde zählten.

Das gilt ebenso für das neu entstandene Wohngebiet „Neue Bergsiedlung“.

Das Dorf Frankenfelde selbst besteht aus drei wesentlichen Wohngebieten. Als erstes wäre unter „1“ der Dorfanger, wobei am Ende des Angers immer die letzten Häuser durch ihre besondere Lage eine "Abgeschlossenheit des Angers" bilden. Weiterhin liegt ein Wohngebiet „2“ in Richtung Gottsdorf, der "Berg" sowie Wohngebiet „3“ in Richtung Luckenwalde auch als "Roter Strumpf" bezeichnet.

   

Der Sternpunkt (2) der „Alexanderplatz“  verdankt seinen Namen  dem ehemaligen Anwohner Alexander Suckut. Herr Suckut hat sich nach der Asphaltierung der Fläche für die Pflege der Anlage drum herum zuständig gefühlt. Ihm gehörte das heute älteste Haus Frankenfeldes, welches sich in Besitz der Familie Baade befindet. Es soll eines der ehemaligen Hirtenhäuser sein und wurde 1777 erbaut. (Bild unten)

Verfolgt man von dort die beiden Siedlungswege in östliche Richtung, so ist tatsächlich ein leichter Anstieg (Berg) zu erkennen. Oben angekommen auf dem hinteren nördlicheren Weg hat man den „Schweineberg“, früher „Mehlberg“, erreicht. Hier wurde um 1895 durch den Mühlenbesitzer Krebs eine Windmühle betrieben, die heute noch als Ruine in Hennickendorf stehen soll. Zu Zeiten der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) wurde hier Schweine- und später Rinderzucht betrieben.

  ältestes Haus Frankenfeldes

 

Die Verbindung vom Dorfanger in Richtung Norden zum Alexanderplatz ist das neu entstandene Wohngebiet „Herrenende“ (4). Hier entstehen vorwiegend, wie auch an der Straße nach Frankenförde und Luckenwalde/Richtung Roter Strumpf, Einfamilienhäuser.

 

 

 

 

neu gebaut im Herrenende   neue Häuser aus Richtung Frankenförde

Wie war es eigentlich auf dem „Roten Strumpf“ (3)?

Um 1895/96 wohnten dort die Familien Johann Friedrich Gottlieb Barnack, Ewald Klewitz, Ferdinand Jeserig, Ferdinand Hatzmann und Ferdinand Sprengler. Diese Familien sollen blaue gewirkte Strümpfe mit rotem Ringel am oberen Ende getragen haben. Alle gingen ihrem Tagwerk nach. Der alte Sprengler genannt „Penger“ wachte über die Flur und parzellierte Müll, wollten dies die Büdner für die Winterstreu harken. Barnack war Straßenkratzer. Er ging täglich 2 x die Chaussee nach Luckenwalde und zurück ab. Dabei legte er früh unregelmäßig Steine auf den Sommerweg.

 

So waren die Fuhrleute gezwungen, stets aufzupassen und nicht in ausgefahrenen Gleisen zu fahren. Zum Mittag war er wieder zurück, stärkte sich und füllte sein Taschenfläschchen. Nachmittags sammelte er die Steine wieder ab, damit des Nachts kein Unglück geschah. Auch für Ordnung und Sauberkeit war er zuständig. Die heruntergefallenen Pferdeäpfel hatte er als Dung an die Straßenseite zu kratzen. Jeserigs Mutter hatte Angst sie könnte abends ihre Zuchtgans nicht wieder erkennen und band ihr deshalb  bereits morgens als Erkennungsmerkmal einen roten Strumpf um den langen Gänsehals. Spitze Zungen gaben deshalb diesem Teil des Ortes den Namen „Roter Strumpf“, der sich bis in unsere Tage erhalten hat.
der "Park" mit Wohnsitz der Familie Böttcher  

 

Vom Ort in westliche Richtung zum Wildpark  befindet sich am Waldesrand das ehemalige Jagdhaus und dahinter der abgeschiedene Wohnsitz der Familie Böttcher. Hier auf dem rechten Bild kann man unseren Burgwall als leichte Aufschüttung erkennen.

 

  Burgwall

Wird das Profil eines solchen Walles freigelegt, so zeigt der Schnitt, in welcher Weise das Erdreich künstlich angetragen ist. In der aufgehäuften Erde liegen große Steine und verleihen ihr die nötige Festigkeit. Nur wenig unter der Dammkrone zeigen sich bei einer gut bewahrt gebliebenen Wallanlage – schwärzlich-braune, senkrechte Teile – die an Pfosten erinnern. Der Wall war also eine Burg bzw. Wehranlage, in der sich im Kriegsfall eine Gruppe von Menschen zurückziehen und eine zeitlang leben konnte. Der Burgwall, den wir westlich des Ortes Frankenfelde finden, ist slawischen Ursprungs. Er war in früherer Zeit die größte Erhebung im Moor, wahrscheinlich von einem Graben umgeben. Fielen fremde Krieger ein, suchten Mensch und Tier dort Schutz. Diese Vermutung belegen Scherben und andere Funde, die, so wird im Dorf berichtet, der Lehrer Nieschan um 1900 gern von seinen Schülern in Empfang nahm. Er steht unter Denkmalschutz und wird auch heute, wenn schon nicht erhalten, so doch landwirtschaftlich nicht genutzt.